Cloud Computing: Viele wollen, keiner muss, alle können.

Bouton serveur cloud. Cloud computing Bild: © Olivier Le Moal – Fotolia

IT auf dem Weg in die Freiheit. Die Familie am Sonntag vor dem Abendessen:

„Papa, Mama hat doch gesagt nicht im Esszimmer arbeiten!“ „Ich buch und konfiguriere grad noch schnell mal unseren neuen Webserver plus Datenbank für den Start unserer großen Online-und CRM-Kampagne, hab`s gleich. Wir brauchen dazu auch noch ein paar CPUs zusätzlich Rechenpower und 3 Terrabyte mehr an Storage – muss das grad mal hochziehen- Sekunde […]”

Keine Zukunftsmusik. In der IT und im Marketing nennen wir das einen Use Case. Doch noch ein kurzer Blick zurück. Zu Beginn und später zu Hochzeiten des Computerzeitalters waren Rechenzentren, Datenspeicher, Vernetzung und Wartung Themengebiete nur für absolute Spezialisten in den Unternehmen, für Experten der Systemhäuser, die Elite an Hochschulen und in Universitäten. Der einzige der richtig Ahnung hatte von dem, was da hinter der großen Glastüren in den strikt zugangsbeschränkten und penibel klimatisierten Rechnerräumen passiert, war und ist der IT-Leiter und dessen Administratoren. Auch heute gleicht ein Experten-Dialog für „Außenstehenden“ eher eine Art Geheimkodex:

„Meine Liste: USV und GLT-System checken.“ „Oh Mann schon wieder? Wir müssen bei Rack 4, Gang 2 dann noch eine HD austauschen.“ „Ist das das X3550 M3?“ „Genau, 2,5-Zoll SAS oder Solid-State – haben wir da überhaupt schon hot-swapping?“ „Yep. Brauchen auch noch dringend Extension des DDR, ist ein DDR3“ „OK, das ist aber RDIMM nicht UDIMM, richtig?“ […] „Hast du die Specs zu Transfer und Latenz? […]“

Dies ist ebenso ein Nutzungsszenario, aber ein technisches und spezialisiertes eben.

Rechenzentren sind notwendig – Frage nur für wen?  Natürlich sind Rechenzentren und Spezialisten auch heute unabkömmlich und in Zeiten von Internet, neuen Devices, Sicherheits-herausforderungen und Heterogenität der IT und BigData sogar wichtiger denn je. Aber gerade weil die Anforderungen und auch Kosten (z.B. Gebäude, Energie und Personal) hier ständig und weiter steigen, die Spezialisierung immer weiter zunimmt, die Innovationszyklen immer kürzer werden, muss und kann sich das nicht jedes Unternehmen gleichermaßen leisten. Vor allem dann nicht, wenn es um temporäre Spitzen und spezialisierte Anforderungen geht, welche sich nicht auf Dauer bereit- und aufrechterhalten lassen. Innovative Services und Dienste zu nutzen die hochspezialisierte Anbieter über die Cloud bereitstellen, ist hier eine wichtige Alternative bzw. Ergänzung zur Flexibilisierung von Kapazitäten, Funktionen und eben auch Kosten und Aufwendungen. Auch die Adaption von neuen Technologien und Anwendungen kann wesentlich beschleunigt werden und somit als Wettbewerbsvorteil entscheidend genutzt werden.

Die Cloud auf Knopfdruck – IT wird „demokratisch“. Diese Lösungen und Ressourcen stehen heute in unterschiedlichsten Kategorien im Bereich IaaS, PaaS, und SaaS quasi auf Knopfdruck zu Verfügung. Als Kunde kann man dabei je nach Anforderungen der Lösung zwischen sicheren und individuell gemanagten Privat-Cloud-Diensten, Hybrid- oder Public-Services wählen und diese auch kombinieren und flexibel in das eigene IT-Szenarium einbinden. Best of all worlds! Man bedient sich und stellt sich aus den besten Teilen das passende System modular zusammen. Die IT wird damit grundsätzlicher einfacher, freier, dynamischer – man könnte etwas pathetisch auch sagen sie wird „demokratischer“. Neben der reinen IT sprechen nun auch die Fachbereiche stärker mit. Diese Line-Of-Business Manager eruieren und testen auch schon mal selbst Lösungen. Auch leitet sich die Nutzungserfahrung und Erwartung der Anwender und damit die Bedürfnisse zunehmend aus Erfahrungen mit IT im Privatumfeld ab. Hier sind „Technik“ und Lösungen einfach, direkt, interaktiv und damit auch attraktiv. Diese „Consumerization of IT“ (Gartner) markiert damit nicht nur einen deutlichen Paradigmen-Wechsel sondern zieht sich mit den Konsequenzen und Erwartungen bis weit hinein ins Unternehmen und Rechenzentrum. Auch die Administratoren und CIOs sind ja selbst als Person eingebettet in dieses permanente Spannungsfeld zwischen privater und beruflicher Arbeitsumgebung. Sie sind konfrontiert mit ständig neuen Endgeräten und immer höheren Anforderungen in Bezug auf die Vision des „Mobile Enterprise“.

Die Devise heißt Vereinfachung. IT ist keine alleinige „Domaine“ mehr für Techniker sondern öffnet sich. Cloud Computing ist ein Treiber: Viele wollen, keiner muss, alle können. Andererseits stehen da auch die zunehmend hohen Anforderungen an die Sicherheit, die Compliance und die täglichen Attacken auf Unternehmensdaten. Ein sehr schwieriger Spagat.

Cloud oder nicht – das ist auch kein Entweder-Oder sondern eine hilfreiche Ergänzung. Die Cloud erlaubt eine neue Symmetrie von eigenen selbstbetriebenen Diensten und Services und zugekauften und gemanagten Angeboten. Dabei kann man sich aus einer zunehmend und weiter wachsenden Palette von Angeboten und Anbietern bedienen. Komplexität steht nicht immer für Sicherheit und Qualität. Dinge die besser werden, werden zumeist einfacher. Sie bedienen sich neuer Modelle und Methoden. Das Erfolgsprinzip solcher new games ist fast immer eine extreme Reduktion auf das Wesentliche: Beispiele sind hier Online-Banking, Reiseplanung und Buchung über E-Services oder modernes E-Learning, oder der Schuh-Online-König Zalando.

Dieses grundsätzliche Vereinfachungs-Prinzip gilt auch für die IT selbst. Wir haben uns daher bei T-Systems entschieden, ICT nicht nur bei unseren Kunden einfacher, flexibler und wettbewerbs-fähiger zu gestalten und damit die Transformation in die Cloud zu begleiten. Wir wollen auch uns selbst und unsere Prozesse und Produkte diesem Wandel stellen.

Das T-Systems Enterprise Cloud Portal. Mit der Entwicklung und Bereitstellung des neuen Enterprise Cloud Portals [http://www.t-systems/cloudportal], bieten wir unseren Kunden eine neue moderne und zentrale Anwender-Umgebung. In einem durchgängigen „Information-2-Trial-2-Order-2-Usage“ Schema stehen hier schon jetzt Dienste von IaaS, über Applikationen und PaaS bis hin zu Mobile Device Management (MoDM) über eine zentrale self-service Plattform zu Verfügung.

Es soll für den Kunden, egal ob nun IT-Experte oder interessierter und versierter Business-Entscheider, einfacher sein sich einen Überblick zu verschaffen und eine Auswahl und Einschätzung zu treffen.

Denn wie schon damals in der „Frühgeschichte“ der IT gilt auch heute noch WYSIWYG – What You See Is What You Get. Wenn dann auch in einem etwas anderen Kontext. Cloud-Dienste kann man nicht off-line vertreiben und anbieten: das ist ein Systembruch. Cloud-Produkte erfordern Online-Positionierung und dann auch Online-Vertrieb, bis hin zu Online Services. Solche Modelle lassen sich für alle Bezugs- und Betriebsformen von private bis public umsetzen. Wir wollen die Wolke so konkret, greifbar und erlebbar machen.

Wir möchten unsere Kunden unterstützen einfacher, schneller und agiler zu werden. Im „age of the customer“ (Forrester/2011) ist es ein entscheidender Wettbewerbsfaktor noch viel näher und direkter an die Kunden heranzurücken. Die Verbindungen werden sich dabei bidirektional intensivieren. Dies gelingt nur durch neue Modelle, Prozesse und smarte Nutzung von IT. Die Devise lautet daher auch „Zero Distance“ zum Kunden und zum Markt und den Potenzialen. Das Enterprise Cloud Portal ist hier ein erster noch junger, aber ein sehr wichtiger Schritt.

Die IT wird schneller, flexibler, aber auch exponierter. Die IT muss sich immer neuen Anforderungen, dem globalen Wettbewerb, Kostendruck und ROI-Maßstäben und einem sich ständig weiter beschleunigenden Technologiewandel stellen. Das ist eine fortdauernde, herausfordernde und strategische Rolle, welche im Alleingang der unternehmenseigenen IT oftmals nur schwer zu bewältigen ist. Agile, dynamische und erfolgskritische Prozesse lassen sich auf Dauer nicht in gekühlten und abgesicherten Rechnerräumen „einsperren“. Dieser an die IT gerichtete hohe Veränderungsdruck kann durch kombinierte und bedarfsgerechte Modelle „on- und off-premises“ adressiert, passgenau zugeschnitten und in positive Gesamtbeiträge umgesetzt werden.
Eben als ein Kann, nicht Muß – als Ergänzung und Vereinfachung.

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TCA Consulting Partner Targeting-Concepts-Activation Marketing and Management Consultants http://www.tca-consulting.de
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