Studie: Manager zweifeln an Strategie des eigenen Unternehmens

Quelle: Pressemitteilung Booz & Company 28.02., München

“Jeder zweite Manager zweifelt an der Strategie des eigenen Unternehmens.
Nur 13% der Unternehmen folgen einer stimmigen strategischen Ausrichtung / 64% der Manager leiden unter widersprüchlichen Prioritäten / Führungsebenen nutzen Kernfähigkeiten nicht und verschenken wichtige Erfolgschancen.
 
 
Auf der Suche nach neuen Wachstumsfeldern übersehen viele Manager, dass die eigentlichen Hindernisse innerhalb ihres eigenen Hauses liegen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der aktuellen Booz & Company-Studie mit weltweit über 1.800 Befragten. Über alle Branchen hinweg zeigt sich, dass 43% der Unternehmen keine differenzierende Strategie haben, die sich durch alle Entscheidungs-prozesse zieht. Noch dazu sind 50% der Entscheider der Meinung, dass die Strategie nicht überzeugend kommuniziert wird. Ein Viertel (26%) verbringt nach eigenen Aussagen zu viel Zeit damit, Projektanträge zu prüfen, die nicht zur Gesamtzielsetzung passen.
“Viele Unternehmen greifen zu schnell nach neuen Geschäftschancen. In weniger als 50% der Fälle steckt das Management im Vorfeld einen strategischen Rahmen ab, innerhalb dessen agiert wird. Vielmehr werden verschiedene Optionen gleichzeitig ausgewählt, um das Risiko zu streuen, oder ein attraktiver Markt wird gewählt und dann erst über die Vorgehensweise entschieden. Acht von zehn Managern haben die Erfahrung gemacht, dass die vermeintliche Wachstumsstrategie im Endeffekt zu Verlusten geführt hat“, schließt Booz & Company-Deutschlandchef Klaus-Peter Gushurst aus seinen Gesprächen.
Die größten
Herausforderungen sieht das Top-Management in
  • der Abstimmung von täglichen Entscheidungen bzw. Ressourcen-einsätzen auf die Gesamtstrategie (jeweils 56%),
  • der zügigen Umsetzung strategischer Entscheidungen (54%) und
  • der Festlegung einer klaren und differenzierenden Strategie (50%).

Daraus ergeben sich für Führungskräfte zwangsläufig eine Reihe von Frustrationsfaktoren, allen voran die Konfrontation mit zu vielen widersprüchlichen Prioritäten (von 64% genannt). Besonders auffällig ist dies nach Meinung von 82% der Befragten in den Zentralbereichen, die unterschiedliche – teilweise widersprüchliche – Anweisungen aus den Geschäftseinheiten bekommen.

Erfolgsgeheimnis Fokussierung
Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Prioritäten und wirtschaftlichem Erfolg. 44% der Teilnehmer aus Unternehmen mit maximal drei strategischen Prioritäten gaben an, profitabler zu sein als der Marktdurchschnitt, jedoch nicht einmal ein Drittel derjenigen, die mehr als 10 Prioritäten verfolgen müssen. Der Mangel an Fokussierung schlägt sich auch in der Nutzung der differenzierenden Fähigkeiten des Unternehmens nieder: Nur ein Drittel der Befragten (33%) gaben an, dass die Kernfähigkeiten die Strategie tatsächlich unterstützen.Booz & Company bezeichnet es als kohärent, wenn Unternehmen ihre Fähigkeiten und ihre Marktposition strategisch eng aufeinander abstimmen. „Nach unseren Untersuchungen sind kohärente Unternehmen häufiger überdurchschnittlich profitabel als ihre Wettbewerber. Wir beobachten, dass Wachstum aufgrund einer konsequenten Strategie entsteht, nicht aufgrund einzelner Initiativen. Pfizer, Amazon oder Procter & Gamble sind überzeugende Beispiele hierfür. Insgesamt konnten wir aber nur bei 13% der von uns untersuchten Unternehmen feststellen, dass sie kohärent sind“, fasst Gushurst zusammen.”

Mehr infos hier (engl.) http://www.booz.com/global/home/what_we_think/cds_home/the_concept/our_leading_research_on_strategy

Email: anna.hanning@booz.com
Internet: http://www.booz.de

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2011: Growth Management Top 10

Die #10 Prinzipien eines positiven Growth Managements
Eine Sammlung an Ideen die vielleicht sehr einfach und kurz erscheinen – aber erfolgsrelevant sind.

In der Zusammenfassung aus dem TCA-Tweet:
http://twitter.com/Thomas_TCA     ©     TCA Consulting Partner

PRINZIP No 1
Vielleicht trivial – aber grundsätzlich: Think positiv – Think expansion! Es wird alles gut – langfristig sogar meist noch viel besser!

PRINZIP No 2
„New Game“
: Wo sind neue Märkte, neue Regeln, neue Player?
Märkte ändern sich immer schneller.
Bespiel Nokia (hopp!)-Apple (topp!).

PRINZIP No 3
Wenn nicht jetzt investieren – wann bitte dann? Vor allem in Mitarbeiter – topp engagierte Mitarbeiter bringen Sie weiter! Wenn Sie nicht jetzt investieren – dann tun dies ganz sicher Ihre Mitbewerber! Alle anderen sparen einfach weiter. Siehe auch Regel No 5.

PRINZIP No 4
Qualität
zählt wieder! Mehr Qualität => zufriedene Kunden => treue Kunden => mehr Umsatz!
#FORSA: http://tinyurl.com/4fqstyy

PRINZIP No 5
Besser gesund wachsen – als gesundschrumpfen!

PRINZIP No 6
Nicht MACHT ist wichtig
– sondern das was das Unternehmen ausMACHT.
Was ist Ihre USP? Was macht Sie und Ihre Angebote anders, einmalig, besonders? Wie heben Sie sich ab?

PRINZIP No 7
Im Trend sind geschickte Allianzen u. Koalitionen, statt grosser M&As und schiere Größe!
Beispiel: Entwicklungspartnerschaften in der Automobilindustrie oder auch Forschungsallianzen in der Pharmaindustrie. Das senkt die Kosten und beschleunigt die TimeToMarket.

PRINZIP No 8
Nun zur “Theorie” Teil 1: Die gute alte BCG-Matrix, das bedeutet besonders pushen, verlängern u. verteidigen der “Stars” – das gilt auch heute noch!

PRINZIP No 9
„Theorie“ Teil 2: Preis x Stück = Umsatz.  
Das heißt Wachstum über +++ UNITS   oder   eben  +++  PREIS. OK jeder weiß das, aber berücksichtigt das jeder wirklich strategisch in der Preis- und Angebotspolitik?

Bei Premium-Angeboten und AdValue ist das OK. “Simple” Preissteigerung sind allerdings kritisch und mittlerweile auch sehr schnell durchschaut (Preissuchmaschinen!)

PRINZIP No 10
Nach vorne blicken nicht zurück. Chancen mitnehmen – Risiken erkennen!
Die Zyklen werden immer kürzer.
Der nächste “bang” kommt, neue Märkte und Möglichkeiten auch –  ganz bestimmt!

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Kollektive Macht, oder was Macht dann AUS…macht!

Die “Demokratisierungs-Unruhen” der letzten Wochen in Nordafrika sind sehr eindrucksvoll und nachhaltig. Die Freiheitsbewegung entwickelt sich zu einem regelrechten Schwelbrand auf dem afrikanischen Kontinent. Aktuell gibt es schwerste Unruhen in Libyen und Gaddafi richtet sich in einer bizarren Wutrede gegen sein eigenes Volk.

Warum klammern sich Menschen derart an die Macht? Diesen harten Klammergiff gibt es in Diktaturen, aber auch in demokratischen Regierungen, bei Amtsträgern, in Unternehmen und selbst im Familien und Freundeskreis. Praktisch zieht sich das Machtstreben möchte man meinen als “Grundreflex” durch unsere Psyche und unseren Charakter.

Lässt sich das, was sich hier als verbissene Fratze zeigt auf Machstrukturen in Unternehmen übertragen?  Prinzipiell leider ja – da Bestandteil unserer Kultur und unseres Wertesystems. Auch in Konzernen und Unternehmen gibt es legitime, aber auch vielmals informelle und manchmal auch “inzestuöse” gewachsene starke Machtstrukturen, die nur schwer zu durchdringen oder zu durchbrechen sind. Sie wirken, auch das eine Analogie zu Nordafrika, bis zu einem gewissen Grad und über ein bestimmte Zeit stabilisierend und auch rahmensetzend. Als Gegengewicht  haben sich Mitte des 19. Jhd die Gewerkschaften gebildet und formiert.  Letztendlich aber können diese in gewissen Zyklen und Phasen zwar ausgleichend und nivellierend agieren – jedoch kaum grundsätzlich reformierend oder gar revolutionär. Die eigentliche Macht geht von den festen etablierten Strukturen und Systemen, oder aber wie wir 1989/90 auch durch die Wende & Wiedervereinigung eindrucksvoll erleben durften, “vom Volke aus”. Dazwischen gibt es meist keine wirklich grossen Nuancen – sondern wenn eine gewisse Duldung des Status Quo durch das Kollektiv, oftmals gepaart mit Resignation. 

Sind solche Umbrüche von der Basis auch in Unternehmen denkbar?
Natürlich ist es gut andererseits aber auch verwunderlich, dass dies eher selten passiert. Obwohl der Leidensdruck oft hoch und das persönliche Risiko im Vergleich zu Revolutionen und Aufständen wie wir sie in den letzten Wochen erleben doch relativ gesehen sehr gering anmutet. In den Hochzeiten der Finanzkrise gab es einzelne Fälle in Frankreich , Italien und vor kurzem auch in Griechenland, in denen Mitarbeiter ihre Chefs aus Protest gegen Entlassungen und Frustration regelrecht als Geisel genommen haben, oder komplette Strukturen lahmlegten. Ist das nun “nur” eine spezielle Kuriosität in Frankreich (“vive la révolution”-Mentalität) oder geschuldet dem latenten Spannungskonflikt zwischen einer starken Rechten und andererseits historisch kommunistisch geprägten Linken in Italien? In jedem Fall sind solche Aufstände in Unternehmen eine extreme und nicht legitime Form des Widerstands und ein nicht zu unterschätzendes Risiko aus Sicht des Unternehmens. Letztendlich aber zeigt sich, dass die kollektive Intelligenz und auch die kollektive Macht aus mikro- und makro-perspektivischer Sicht die Macht der Einzelnen oder selbsternannte Autoritäten mehr und mehr in Frage stellen und sogar kippen kann. Einen ganz wesentlichen Anteil daran hat das Internet als kollektiver Austauschort von Informationen, Meinungen, Bewegungen in Echtzeit. Was für die digitalen Finanzmärkte und Börsen gegolten hat, gilt auch für Unternehmen, ganze Volkswirtschaften und ggf. Gesellschaftssysteme. Ausgelöst durch Impulse entsteht möglicherweise eine regelrechte Kettenreaktion die zu explosionsartigen und oftmals uneinschätzbaren Situationen führt. Informationssperren, Zensur, gekappte Leitungen werden sofort durch dutzende andere neue “Synapsen” ersetzt – eine wirkliche Steuerung & Kontrolle ist im Prinzip unmöglich.

Macht ist fragil – was bedeutet das für Unternehmen?
Letztendlich ist es wichtig sich stets bewusst zu machen, dass die Macht Einzelner und auch sog. “Eliten” auch in Unternehmen durch die neuen Medien und Kummunikationsstrukturen zunehmend fragil ist.
Missmanagement, ein Mangel an Werten, nachlässige Führungskräfte aber auch schon mangelnde Transparenz, wahrgenommene “Seilschaften”, kleinere Repressalien etc. können sich sehr schnell zu einer grundlegenden Unternehmenskrise ausweiten bzw. sehr deutliche Meinungen, Kommentare und unschöne Footprints im Netz hinterlassen.
Diese überdecken möglicherweise (dies gerade bei kleineren Unternehmen) sogar die “offizielle” Darstellung und PR eines Unternehmens im Web, was dann wiederum auch in den Suchmaschinen zu einem entsprechenden und ungewollten “Negativranking” führt.
Man sollte also wahrgenommene Anzeichen für Unzufriedenheit und Kritik durch die Organisation hinweg immer hören, ernst nehmen und soweit möglich mit den Betroffenen besprechen, damit diese nicht zuerst Zuhörer und Zuspruch im Netz suchen. Treten trotz allem derartige Themen über das Web an die Oberfläche (was sich realistisch nicht mehr vermeiden lässt), sollte hier nicht mit Sanktionen gedroht und die Kommunikation unterdrückt, sondern soweit öffentlich möglich direkt, fair und sachlich Stellung bezogen werden. Dies kann natürlich nur soweit gehen, wie man dies auch in der Kommunikation mit Kunden und Partner vertreten würde. Das Unternehmen sollte aber hier dann auch Position beziehen. Letztendlich sind es ja meist nicht nur die Fakten und Argumente – sondern gerade auch die demonstrierte Offenheit, die Bereitschaft zum Austausch von Standpunkten und damit die Direktheit die das Web 2.x in sich so authentisch und interessant machen.

Um hier den Kreis wieder zu schließen hättem einem Erich Honecker, genau wie einem Ben Ali oder nun Gaddafi auch noch so viel Präsenz, Offenheit, Authentizität in facebook, twitter, blogs und co allerdings nicht mehr genützt – nicht zu diesem Zeitpunkt und nicht mit der angestauten Historie an negativen politischen und persönlichen Repressalien gepaart mit individueller Vorteilsnahme und Arroganz gegen das eigene Volk.

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Mein erster Blogpost

Man kommt nicht drumherum…
…will man “dabei” sein.

Natürlich habe ich (mehr als) eine eigene WebSite, bin auf XING, linkedin, facebook und co.. habe mehrere tweets am laufen und bereits Probleme mit den log-ins ….und der Ehefrau. Aber gut – wenn man richtig und mit Subtanz twittern will und nicht immer wie der gute Guttenberg nur “retweetet”, dann sollte man eben auch seine eigenen Ideen und Gedanken in einem EIGENEN Blog festhalten. Das poste – bzw. packe ich nun an!

In diesem Blog werde ich über Themen rund um unsere Beratung, aktuelle Trends im Marketing und Consulting berichten. Letztendlich ist das eine schöne und effiziente Möglichkeit die WebSite www.tca-consulting.de über diesen Blog am Laufen zu halten – und eben die TCA_Twittermeldungen auch etwas unterfüttern.

Gutes SocialMedia Marketing ist eben viel mehr und letztendlich die Summe all dieser schönen Tools und Teile.

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